Emotionen erzählen mit Köpfchen

Diese Rubrik ist die Sammelbox zum Blog. Hier stehen alle Entdeckungen, allgemeine Gedanken und Ideen zum Thema Emotionen erzählen. Habt ihr etwas gefunden, dass prima in diese bunte Sammelbox passen könnte? Ich schaue es mir gern an.

Vorbilder von heute und wie sie bei Projekten helfen

Heute steht in unserer Gesellschaft das Ego im Zentrum. Individualität und Selbstverwirklichung sind hoch angesehene Werte. Wenn man aber selbst im Focus seines Bewusstseins steht, wozu braucht man dann noch Vorbilder? Man braucht sie nicht; aber sie schaden auch nicht. Im Gegenteil: Sie bieten einem eine Chance. Ich erzähle euch, was ich damit meine.

Was sind eure Vorbilder? Falls ihr keine habt – wen würdet ihr am ehesten zu eurem Vorbild küren? Solltet ihr diese Frage beantworten können, dann springt einfach runter zur nächsten Überschrift. Falls nicht, dann gehen wir jetzt mal gemeinsam auf die Suche. Hier kommen ein paar Namen:

 Stefan Raab
 Angela Merkel
 Oliver Kahn
 Heidi Klum
 Till Schweiger
 Anke Engelke
 Günther Jauch

Na, musstet ihr schmunzeln? Vermutlich könnt ihr an jeder Person auf der Liste oben irgendetwas kritisieren. Da seid ihr nicht allein. 2003 erstellte der Stern eine Umfrage zum Thema Vorbilder (Link zur Quelle). Unter den 200 beliebtesten Leitfiguren der Deutschen tauchte damals Günther Jauch auf Platz 11 auf und Oliver Kahn auf Platz 134. Die anderen, hier genannten Personen werden in der Liste nicht genannt. Taugen diese Personen deshalb nicht als Vorbilder? Doch.

Till Schweiger zum Vorbild nehmen

Wenn man nach Vorbildern fragt, will man in der Regel Personen hören, die durch und durch mit etwas Positivem verbunden werden. Nicht ohne Grund landete Mutter Teresa auf Platz 2. Bei Till Schwieger fällt es vielleicht dem einen oder anderen nicht ganz leicht, ihn durchweg positiv zu betrachten – aber das muss man auch nicht. Wer beim Thema Vorbilder nach durchweg glänzenden Persönlichkeiten Ausschau hält, wird es schwer haben, denn niemand ist perfekt. Wir sind alle nur Menschen. Auch die großen Namen wie Albert Einstein oder Elvis Presley waren es nicht. Von ihnen wird nur ein recht einseitiges Bild überliefert. Deshalb empfehle ich, nach besonderen Eigenschaften und Taten von Personen zu suchen.

Till Schweiger beispielsweise zieht sein Ding durch. Er macht die Filme, die er machen will, obwohl die ganze Branche nur darauf wartet, dass dieser Mann einen Flop hinlegt, um ihn dann zu zerfleischen. Ob seine Filme einem gefallen oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Doch sein Mut, dem Druck einer ganzen Branche zu widerstehen, hat wahrlich Vorbildcharakter. Also warum nicht Herrn Schweigers Mut zum Vorbild nehmen? Heidi Klum ist als Mutter zudem noch eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Diesen Spagat muss eine Frau erst mal schaffen. In einem Markt, in dem die Zuschauerzahlen immer weiter sinken, bringt Stefan Raab Shows ins Fernsehen, die Quote machen. Er könnte sich auf seinen Lorbeeren ausruhen, doch das tut er nicht. Sein Ehrgeiz treibt ihn weiter. Das kann man sich auch zum Leitbild machen. Wenn man sich also die positiven Eigenschaften dieser Personen herauspickt, die Rosinen quasi, taugen unsere neuen deutschen Vertreter durchaus als Leitfiguren.

wer kein Vorbild hat, lässt Chancen ungenutzt

Ok ok, man kommt auch gut ohne Vorbilder durch’s Leben. Es ist also nicht schlimm, keines zu haben. Es ist aber auch nicht schlimm, sich trotzdem sich Eigenschaften einer Person zum Vorbild zu nehmen – im Gegenteil. Sie helfen einem, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Sie sind Helfer in schwierigen Zeiten. Das Synonym „Leitbild“ passt da sehr gut. Sie leiten. Wenn eine schwerwiegende Entscheidung ansteht, kann man sich fragen, wie Person XYZ entscheiden würde. Bei herausfordernden Ereignissen im Leben kann man sich überlegen, wie wohl sein Vorbild reagieren würde. Man dreht sich also nicht nur um sich selbst, sondern bekommt einen neuen Blick auf die Sache. Natürlich kann man dann trotzdem noch so handeln, wie man es ohne Vorbilder tun würde. Mit einem Vorbild als Entscheidungshelfer hat man aber die Wahl. Das ist eine Chance; eine Chance zur Weiterentwicklung.

Vorbilder für’s eigene Projekt nutzen

Egal welches Projekt man angeht, man muss Entscheidungen treffen. Dabei helfen einem die eigenen Vorbilder. Manchmal hat man aber ein Problem zu lösen, bei dem man einfach nicht weiterkommt. Man könnte in diesem Fall die Disney Methode nutzen, abgewandelt mit Persönlichkeiten, die vorbildhafte Eigenschaften mitbringen.

In dieser Methode betrachtet man ein Problem von verschiedenen Standpunkten aus. z.B. als Träumer, Realist oder als Kritiker. Warum nicht mal die Angela Merkel Mütze aufsetzen und sich überlegen, wie sie an das Problem herangehen würde? Dieter Bohlen käme bestimmt auf andere Ideen, als sie.

Autoren können von Vorbildern auf einer weiteren Ebene profitieren: Kommt man beim Schreiben seiner Geschichte an einem Punkt, an dem man nicht weiß, wie sein Held oder Heldin reagieren würde, hat man sich zu wenig Gedanken zu seinem Helden gemacht. Die Figur ist also noch nicht klar genug definiert. Die Frage nach dem Vorbild kann da helfen. Mit George Bush als Leitfigur würde sie sicherlich anders handeln als mit Barack Obama, nicht wahr?

Wie steht ihr zum Thema Vorbilder? Wer besitzt eurer Meinung nach vorbildhafte Eigenschaften? Ich bin gespannt.

weiterführende Links

 Eltern als Vorbild:
http://www.stern.de/kultur/buecher/vorbilder-nehmen-wir-zum-beispiel-mama-514665.html

 ein Leitfaden für das eigene Vorbild:
http://www.studienstrategie.de/motivation/vorbilder-idole-zitate/

 

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