Im Netz gefunden

Hier sammle ich allerhand Wissenswertes aus dem Netz, dass im weitesten Sinne mit dem Erzählen von Emotionen in den Medien zutun hat. Falls du etwas Tolles entdeckt hast, das hier dazu passt, dann lass es mich gern wissen.

Wäre das Fernsehen dank Schleichwerbung besser?

In einem Artikel auf DWDL.de spricht sich Hans Hoff für die Lockerung der Werberegelungen im Fernsehen aus. Seiner Meinung nach spiegelt eine markenfreie Welt, wie sie von den Fernsehschaffenden dargestellt werden muss, keinesfalls die reale Welt wieder. Das wird besonders dann auffällig und lustig, wenn Marken ein Produkt so maßgeblich geprägt haben, dass man ohne deren Nennung sich lächerlich macht.

„Ich denke, dass sich da ein Umschwung ankündigt, dass wir ohne die Integration der Markenwelt ins tägliche Fernsehgeschäft Gefahr laufen, den Anschluss ans wirklich reale Leben zu verpassen.“  (Hans Hoff)

Beispielsweise lässt sich Facebook ohne die Namensnennung nur umständlich beschreiben. Auch darf man heute im Fernsehen nichts googeln, sondern muss das Netz ganz unmodern durchsuchen.

Hans Hoff plädiert für eine Lockerung, aber nicht für eine gänzliche Abschaffung der Werberichtlinien. So ließe sich eine realere Welt darstellen, während Missbrauch trotzdem geregelt bleibt.

mein Kommentar dazu

Ich gebe dem Autor in dem Punkt recht, dass die Darstellung einer markenfreien Welt heute nicht mehr real wirkt und somit wir Erzähler Gefahr laufen, unsere Welt als vorgetäuscht zu entlarven. Für mich kommt sogar noch ein weiterer, wichtiger Punkt hinzu:

Da die Gelder für Produktionen immer weiter sinken, während alles um uns herum immer teuer wird, sehe ich Produktplatzierung sogar als Chance für den Film. Damit könnten finanzielle Lücken geschlossen und so Filme gedreht werden, die sonst nicht umsetzbar wären.

Gleichzeitig sehe ich eine große Gefahr. Übermäßige Produktplatzierung macht für mich einen Film ebenso kaputt, wie das Vorgaukeln einer markenfreien Welt. Die Amerikaner machen es vor, denn die haben andere Gesetze. Beispielsweise offenbart sich die Serie  Sex and the City -sowie die Filme – als reinstes Verkaufsfernsehen. Darin werden Produkte nur so zum Himmel gelobt. Im ersten Film war es für eine Nebenrolle das schönste auf der Welt, dass sie eine Handtasche einer bestimmten Marke von der Hauptrolle geschenkt bekam. Mir kam den Würgereflex als Geschenk dazu. In solchen Momenten bin ich froh, dass wir so etwas strenger regeln.

Was wollt ihr lieber sehen? Marken in Filmen, oder eine markenfreie Scheinwelt? Schreibt mir einen Kommentar drunter.

Quelle

 Das Fernsehen, eine klinisch reine Welt – DWDL.de

 

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